Traumberuf: Keynote Speaker

Du hast sicherlich auch schon gehört, dass man mit Vorträgen in einer Stunde so viel verdienen kann, wie andere in einem ganzen Monat. Wusstest du, dass Barack Obama für seine Speaking-Auftritte um die 400.000 Euro bekommt?

Genau dieser Verdienst und der Ruhm lockt heute zahlreiche Personen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten auf die Bühne. Da auch ich durchaus ein Interesse daran habe, meine Vorträge weiter auszubauen, habe ich in dieser Woche das Buch „Traumberuf: Keynote Speaker“ von Felix Plötz gelesen.

Lass dich inspirieren!

Buchcover: Traumberuf: Keynote Speaker

1) Kurze Summary

Felix Plötz bezeichnet sich selbst als Shootingstar der Speaker-Szene und hat es in wenigen Jahren geschafft zum professionellen Redner zu werden. Er hält in diesem Jahr um die 100 Keynotes und bekommt pro Vortrag 6.000 Euro. Sein Weg dorthin war aber natürlich nicht immer ganz leicht und so hat er viel gelernt, was ein professioneller Redner können muss.

Dieses Wissen hat er im vorliegenden Buch unterhaltsam und mit vielen Praxisbeispielen zusammengefasst. Er startet zunächst mit dem Beruf an sich und erläutert Vor- und Nachteile. Wenn du zum Beispiel gerne jeden Abend zu Hause bei deiner Familie bist, solltest du auf keinen Fall eine professionelle Speaker-Karriere anstreben.

Gleichzeitig schreibt er aber auch, dass es ein toller Beruf ist, den man nebenbei und nur unregelmäßig ausüben kann. Es muss ja nicht gleich jeder mit 50 Auftritten pro Jahr starten.

Wichtig ist dabei Experte in einem bestimmten Thema zu sein und eine Geschichte zu erzählen. Wenn du dir gute TED-Talks, wie den von Jill Bolte Taylor, anschaust, merkst du, dass sie nicht nur fachlich eine Expertin war, sondern in diesem Fall sogar eine sehr persönliche Geschichte erzählt:

 

Später geht er dann auf alle wichtigen Aspekte des Speakers ein: Positionierung, was einen guten Vortrag ausmacht, Website, Marketing und natürlich Akquise.

Sehr gelungen finde ich auch, dass er am Ende einen kompletten Auftrag durchspielt. Von der Buchung bis zur Nachbereitung lernst du hier Schritt-für-Schritt, wie er bei seinen eigenen Kunden vorgeht.

Das Buch enthält zahlreiche spannende Denkanstöße. Drei davon habe ich dir hier mitgebracht:

 

2) Interessante Denkanstöße

Woher stammt der Begriff „Keynote“?

Er kommt aus dem Musikbereich und bezeichnet übersetzt die „Grundnote“.

Auf eine Veranstaltung übertragen bedeutet das also, dass die Keynote den Kerngedanken, das grundsätzliche Thema des Tages festlegt.

Deshalb finden Keynotes auch meist zu Beginn von großen Veranstaltungen statt. Um das Eis zu brechen und die Teilnehmer neugierig auf den Tag zu machen.

 

Progressive Muskelentspannung

Er beschreibt sehr schön, wie er sich vor jedem Auftritt sowohl mental als auch körperlich einstimmt. Dabei besteht seine Vorbereitung aus zwei Schritten. Zunächst herunterzufahren und sich dann hoch zu pushen.

Beim Runterfahren arbeitet er meistens mit Meditationen. Er empfiehlt aber auch sich mit der sogenannten progressiven Muskelentspannung zu beschäftigen. Lustigerweise habe ich genau dieses Thema in meinem letzten 3-tägigen Baustein meiner Coaching-Ausbildung behandelt.

Die Übungen, die wir dort durchgeführt haben basieren auf einer wechselseitigen Anspannung und Entspannung der Muskeln.

Um einfach zu beginnen, kannst du im Liegen einfach einmal deine einzelnen Muskelgruppen von den Füßen bis zu Stirn durchgehen. Spanne die einzelnen Partien an und halte die Spannung für fünf Sekunden. Dann lässt du die Muskelgruppe los und entspannst sie. Am besten du wiederholst jede Muskelgruppe zwei bis drei Mal und gehst dann weiter zur nächsten.

Wenn du tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest, schaue dir mal folgende CD an!

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson * Einfach zu erlernen und sofort anzuwenden
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Progressive Muskelentspannung nach Jacobson * Einfach zu erlernen und sofort anzuwenden
  • minddrops
  • Herausgeber: minddrops Verlag
  • Auflage Nr. 2 (20.10.2013)
  • Audio CD: 1 Seiten

 

Mit jedem Mal besser

Im letzten Kapitel beschreibt Felix sehr schön, wie man aus jedem seiner Auftritte lernen kann. Er zitiert Dale Carnegie, der bereist 1905 in seinem Buch „The Art of Public Speaking“ schrieb:

Es gibt immer drei Reden: Die, die Sie geübt haben, die, die Sie vorgetragen haben und die, von der Sie sich gewünscht hätten, sie gehalten zu haben.

 

Das Ziel ist es natürlich mit jedem Auftritt der dritten Version näher zu kommen.

Ich selbst habe schon zahlreiche Start-ups auf ihre Pitches vorbereitet und gebe ihnen allen immer den gleichen Tipp: Bringt euer Handy mit und filmt euren Auftritt. Man kann nirgendwo so viel lernen, wie wenn man sich seine Präsentation oder seine Rede noch einmal im Nachhinein anschaut.

Notfalls reicht auch eine Tonaufnahme, aber ein Video ist natürlich noch deutlich aussagekräftiger.
Probiere es mal aus bei deinem nächsten Vortrag!

 

 

3) Fazit

Felix schreibt selbst zu Beginn des Buches, dass es sich eher an Anfänger richtet, die neu im Markt sind. Ich denke genau für diese Zielgruppe ist es perfekt geeignet. Er geht eben nicht, wie viele Rhetorik-Autoren, nur auf die Präsentation auf der Bühne ein.

Er weiß, dass zu einem 45-minütigen Vortrag viel mehr gehört als sich mit ein paar Stichworten auf die Bühne zu stellen.

Seine Vorträge übt er wochenlang, immer und immer wieder. Bis sie perfekt sitzen!

Wenn du also Lust hast mehr Vorträge zu halten und damit nebenbei (oder Vollzeit) gutes Geld zu verdienen, solltest du dir das Buch holen und natürlich die darin enthaltenen Tipps umsetzen!

Wenn du einfach in deinem bestehenden Job an deiner Rhetorik und Präsentationsfertigkeit arbeiten möchtest, ist das Buch nicht das richtige für dich.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Traumberuf: Keynote Speaker: Wie Sie als Redner durchstarten  - Geschäftsmodell, Kundenakquise und...
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P.S: Wenn du dir zunächst seine Website anschauen möchtest, um dir eine Meinung zu bilden, geht es hier entlang: https://www.felixploetz.com/

 

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