Stroh im Kopf

Stroh im Kopf

Gehirngerechtes Lernen! Was soll das denn sein? Die Antwort gibt Vera Birkenbihl in ihrem Bestseller „Stroh im Kopf – Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer“.
Vor allem, wenn du gerne eine neue Sprache lernen möchtest, solltest du dir diesen Artikel und anschließend ihr Buch unbedingt durchlesen.

Du lernst heute, mit welchen Tipps du am besten in eine neue Sprache startest und wie du wunderbare Wortassoziationen zeichnen kannst!

Lass dich inspirieren
Stroh im Kopf Cover Bild

1) Kurze Summary

Heute will ich dir ein Buch der leider schon verstorbenen Vera Birkenbihl vorstellen. Sie war lange Zeit die bekannteste deutsche Managementtrainerin und Sachbuchautorin. Laut Wikipedia war sie Autistin, was ihre direkte aber sehr humorvolle Art erklärt, die du unten in den Videos nachvollziehen kannst.

Ihr Buch „Stroh im Kopf – Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer“ ist einer ihrer Bestseller und ich habe es bereits 2005 gelesen.
Damals war ich in der 12. Klasse und zum Schüleraustausch in Frankreich. Es hat mir beim Französisch lernen definitiv geholfen, weshalb ich ja dann später auch zwei Jahre dort gelebt und studiert habe.

Ich weiß noch genau, wie ich total fasziniert war von den vielen bunten Bildern und ihren Analograffitis im Buch. Was genau es damit auf sich hat, erfährst du gleich im ersten Denkanstoß.

Das 300 Seiten starke Buch enthält unzählige Merk- und Lerntechniken, Infos zur Wirkungsweise des Gehirns und Erkenntnisse aus der Hirnforschung.
Das Kernstück bildet ihr sogenanntes gehirn-gerechtes Lernen. Sie ist der Auffassung, dass unser Wissen aus netzartig miteinander verknüpften Informationsbündeln besteht. Dabei steht im Zentrum immer ein Wort, an das diese Bündel angedockt sind.

Um dir ein Beispiel zu geben: Denke an das Wort „Kairo“. Welche Assoziationen werden geweckt? Kamele? Pyramiden? Warst du vielleicht schon dort und verbindest eigene Erfahrungen mit diesem Wort?

Wenn du jetzt etwas Neues über Kairo lernst, ist der beste Weg das neue Wissen mit dem bereits bestehenden Wissen zu verknüpfen. So kann es dein Gehirn am besten abspeichern.

Wie du gleich sehen wirst, geht Birkenbihl dabei immer sehr visuell vor und zeichnet bis das Papier leer ist.
Lass uns also direkt in die besten Denkanstöße aus ihrem Buch einsteigen:

2) Interessante Denkanstöße

KAGA oder KAWA

Wofür steht das denn? Kaga steht für „Kreative Analogie und grafische Assoziationen“.
Ihre Herangehensweise an ein Thema ist immer ein Art Mindmap, die sie Analograffiti nennt. Sie sucht also nach Analogien. Dabei schreibt sie ein Wort groß in die Mitte und sucht dann zu jedem Buchstaben des Wortes eine Assoziation. Diese kann entweder gezeichnet sein, dann entsteht eine grafische Assoziation und damit ein Kaga oder sie kann in Worten formuliert sein. Dann entsteht eine Wortassoziation und damit ein „Kawa“.

Ein solches habe ich dir hier als Beispiel mitgebracht.

 

Stroh im Kopf

Quelle: http://blog.cashflowclub-magdeburg.de/vera-f-birkenbihl/kawa_birkenbihl_3/

Probiere es beim nächsten Mal ruhig aus. Wenn du zum Beispiel einen Vortrag zu einem Thema halten sollst, kannst du einfach ein Wort aufschreiben, das den Vortrag am besten beschreibt. Dann suchst du nach einer Assoziation für jeden Buchstaben und ruck zuck hast du deine Agenda zusammen!

Sprachenlernen

Besonders spannend finde ich ihre Ansätze des Sprachenlernens. Sie war eine absolute Kritikerin der Art und Weise, wie wir heute in der Schule sprachen lernen. Sie ist der Meinung, dass diese Art des Lernens absolut nicht gehirngerecht ist. Anstatt Assoziationen herzustellen und sich eine Sprache von innen heraus zu erschließen, lernen wir auswendig und müssen langweilige Grammatikregeln pauken.

Ihr Ansatz eine neue Sprache zu lernen beginnt direkt mit dem Text. Sie empfiehlt zum Beispiel einen französischen Text groß auszudrucken und dann mit Hilfe eines Wörterbuches Wort für Wort zu übersetzen. Wie das genau aussieht, kannst du dir im Video am Ende des Absatzes anschauen.

„Je t’aime“ würde dann also heißen „Ich dich liebe“ =)

Diese Phase nennt sie decodieren, weil wir dadurch lernen, wie eine Sprache aufgebaut ist.

Noch spannender finde ich aber ihre Methode des passiven Sprachenlernens. Diese habe ich früher selbst häufig angewendet und möchte sie dir gerne als Tipp mitgeben.
Dazu hörst du passiv eine fremde Sprache, zum Beispiel ein Hörbuch, während du etwas anderes tust.

Wichtig ist, dass du dich nicht auf die Stimme konzentrierst. Sie soll direkt in dein Unterbewusstsein gelangen und somit die Basis für dein Sprachenverständnis und deinen passiven Wortschatz legen.

Probiere es mal aus und schaue dir unbedingt ihr Video an:

3) Fazit

Wie schreibt sie selbst so schön auf ihrem Klappentext: „Es gibt keine trockene Theorie – nur trockene Theoretiker!“

Birkenbihl war wirklich in vielen Belangen eine außergewöhnliche Frau. Leider habe ich es nicht geschafft sie vor ihrem Tod im Jahre 2011 live auf der Bühne zu sehen. Das hätte ich gerne erlebt.

So muss ich mit ihren Büchern und den zahlreichen youtube-Videos Vorlieb nehmen und kann dir wirklich wärmstens empfehlen, dich  auch mit ihr zu beschäftigen, falls du es noch nicht getan hast.

Vor allem für das Thema „Sprachen lernen“ finde ich ihre Ansätze sehr spannend und hilfreich!
Aber auch Humor hatte sie durchaus, was sie im mittlerweile 2,2 Millionen Mal geschauten folgenden Video zeigt:

Viel Spaß beim Lesen

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