Millionaire Fastlane

Millionaire Fastlane

Ähnlich wie in „Rich Dad, poor Dad“ befasst sich der Autor MJ DeMarco in „Millionaire Fastlane“ mit dem Thema der finanziellen Unabhängigkeit und des Wohlstands.

Millionaire Fastlane bietet dabei einige spannende Ansätze, die dich auf die finanzielle Überholspur bringen werden. Der Autor verspricht, dass du nach 2 Tagen Lektüre mehr gelernt haben wirst, als in 2 Jahren BWL-Studium. Ob das wirklich so ist und wie sich die Kriechspur von der Überholspur unterscheidet, erfährst du im folgenden Artikel!

Dieser ist übrigens ein Gastartikel vom bekannten Blogger und Autor Walter Epp. Du kennst ihn vielleicht von seinen Blogs endlichlebendig.de oder schreibsuchti.de.

Viel Spaß beim Inspirieren lassen!
Cover Millionaire Fastlane

 

MJ DeMarco teilt das finanzielle Leben in drei Lebensstile ein:

  1. Der Bürgersteig (Sidewalk)
  2. Die Kriechspur (Slowlane)
  3. Die Überholspur (Fastlane)

 

Was hat es mit diesen drei Spuren auf sich und wie kann man finanziell auf die Überholspur kommen? Darum geht es in „The Millionaire Fastlane“.

Die drei finanziellen Lebensstile

Der Bürgersteig (Sidewalk)

Menschen mit dem „Gehweg-Lifestyle“ werden niemals reich. Sie werden das Ziel nie erreichen, weil sie nicht mal in einem „finanziellen Auto“ sitzen, sondern die Reise des Wohlstands zu Fuß antreten.

Diese Menschen haben folgende Glaubenssätze bezüglich Geld:

  • „Man lebt nur einmal.“
  • „Geld ist zum Ausgeben da.“
  • „Noch ein Kredit ist bestimmt drin.“

 

Diese Menschen sind nicht arm – aber sie sind immer kurz davor.

Wenn ein Gehalt ausfällt, dann haben sie Schwierigkeiten. Wenn ein Bonus auf der Arbeit ausbleibt, dann können sie ihren Kredit nicht bezahlen.

Und lass dich nicht täuschen: Auch Spitzenverdiener können zum „Sidewalk-Lifestyle“ gehören.

Wenn jemand 250.000 Euro im Jahr verdient, aber 260.000 im Jahr ausgibt, dann gehört er zum „Bürgersteig“. Er wird niemals reich, weil sein Netto-Vermögen sinkt – und nicht steigt.

Sidewalker konzentrieren sich immer auf das „Einkommen“, vergessen dabei aber die Ausgaben. Jeden verdienten Euro geben sie aus. Sie konsumieren als gäbe es kein Morgen. Sie können rein mathematisch nicht reich werden.

 

Gehweg Bild

 

Die Kriechspur (Slowlane)

Die zweite Gruppe sind die Menschen, die zwar auf dem richtigen Weg sind (ihr Vermögen steigt langsam, aber sicher), aber dabei nur auf der rechten Spur fahren – auf der Kriechspur.

Das bedeutet: Sie werden zwar wahrscheinlich reich – aber erst, wenn sie alt und grau sind.

Arbeiten gehen, 10 % Sparen, 10 % investieren und hoffen, dass man am Ende des Lebens genug gespart hat, um sich ein Boot zu kaufen. Doch MJ DeMarco stellt in „Millionaire Fastlane“ zurecht fest: Wenn du alt bist, wozu brauchst dann noch das Geld?

Ein Rollstuhl passt nicht in einen Lamborghini. Ohne Haare macht Cabrio fahren nur halb so viel Spaß. Doch das größte Problem an dieser Lebensweise: Man opfert das Heute für ein besseres Morgen.

Doch niemand garantiert dir, dass es ein Morgen geben wird (nicht jeder erreicht das Rentenalter) und, dass das Morgen auch besser wird (nicht alle sind im Alter reich).

Weiterhin erklärt DeMarco, dass viele Menschen die Wohlstandslüge glauben: Dass man durch das Angestelltendasein, harte Arbeit und einem Sparvertrag bei der Bank reich wird. Doch die Realität sieht anders aus. Immer mehr Menschen sind im hohen Alter nicht finanziell unabhängig und vor allem nicht reich.

Die „Slowlaner“ haben folgende Glaubenssätze bezüglich Geld:

  • „Verzichte auf Starbucks, Restaurants und schöne Urlaube. Dafür wirst du eines Tages reich.“
  • „Spare Geld, sammle Gutscheine, lebe wie Dagobert Duck.“
  • „Harte Arbeit lohnt sich. Immer fleißig weiter arbeiten.“
  • „Investiere 10 % in Fonds, Sparbücher und Aktien, die dich in 1500 Jahren dank Zinseszins reich machen werden.“

 

Dass das nicht funktionieren kann, zeigt die Realität: 2008 wurden Milliarden an der Börse vernichtet. Menschen verloren ihre Ersparnisse. Altersarmut ist heute fast schon die Regel: In Deutschland erhalten 48 Prozent aller Rentner weniger als 800 Euro pro Monat – und das noch VOR dem Steuerabzug.

Wie viel bleibt übrig, wenn die Steuer abgezogen wird? Lohnt es sich dafür 40 Jahre lang zu schuften? Fakt ist: Die Slowlaner werden gemolken (bei den Sidewalkern gibt es ohnehin nichts zu holen).

  • Von der Regierung: Man zahlt Steuern, wenn man Geld verdient, wenn man es ausgibt, wenn man es vererbt, wenn man ein Haus kauft, wenn man Rente bezieht…
  • Von der Finanzindustrie: Hohe Gebühren fressen die Rendite auf. Der Garantiezins ist nicht mehr garantiert. Die Zinsen liegen bei Null, Sparer werden bestraft.
  • Vom Arbeitgeber: 40-Stunden-Woche, wenig Urlaub, wenig Anerkennung, im Stau stehen. Depressionen, Stress und Krankheit in Kauf nehmen.

Auf der Kriechspur wird man eventuell reich, doch warum bis zum 70. Lebensjahr warten? Hier kommt die Überholspur (Fastlane) ins Spiel.

 

Die Überholspur (Fastlane)

DeMarco stellt in „Millionaire Fastlane“ eine einfache Frage: Wie oft siehst du im Fernsehen, wie ein Millionär interviewt wird, der reich geworden ist durch „harte Arbeit, Rabattcodes und einen Fondssparplan“?

Niemals.

Rein mathematisch braucht man das ganze Leben, um die 1 Million zu knacken, wenn man Slowlaner ist.

Slowlaner unterliegen folgender Formel: ULL = Uncontrollable Limited Leverage.

Auf Deutsch: Ein begrenzter Hebel (Zeit), auf den man keinen oder wenig Einfluss hat (Zinsen beim Sparplan).

Doch wie machen es die Fastlaner? Sie agieren nach folgender Formel: CUL = Controllable Unlimited Leverage

Auf Deutsch: Fastlaner haben einen unbegrenzt großen Hebel (Verkäufe), auf den sie auch Einfluss haben (durch Unternehmertum).

Du merkst bestimmt schon, wohin das Ganze führt. MJ DeMarcos finale Botschaft in „Millionairs Fastlane“ ist diese: Als Angestellter kannst du nicht schnell Millionär werden, weil die Mathematik gegen dich ist.

Nur als Unternehmer kannst du den Hebel vergrößern und dein Einkommen durch Verkäufe selbst bestimmen. „Fastlaner“ sind damit Unternehmer. Schau dir alle Menschen an, die jung und reich sind: Mark Zuckerberg, Elon Musk und Co. Oder um ein deutsches Beispiel zu nennen: die deutsche Instagramerin Pamela Reif. Sie alle sind Unternehmer.

Was ist der große Vorteil des Unternehmertums? Es ist das System. Als Unternehmer arbeitet man nicht, um Zeit gegen Geld zu tauschen, sondern man arbeitet, um ein System zu erschaffen, das das Geld für dich später verdient. Man züchtet sozusagen einen Goldesel.

Dass man die ersten Jahre dabei nichts verdient und sogar Verluste macht, ist der Hauptgrund, warum so viele Menschen vor der Fastlane zurückschrecken – sie wollen ein festes und monatliches Einkommen.

Hier sind die verschiedenen Systeme der Fastlane:

  1. Money System = Verleihe Geld und erhalte Geld (Zinsen und Zinseszins). Nachteil: Sehr kleiner Hebel und funktioniert erst ab sehr großen Summen.
  2. Content System = Bücher, DVDs, Videos. Die Harry Potter Autorin J.K. Rowling hat über 30 Millionen Bücher verkauft.
  3. Computer System = Apps, Software, SaaS. Siehe Microsoft, Google und Apple.
  4. Rental System = Vermietung von Immobilien, Autos oder Geräten. Dazu gehört auch Leasing.
  5. Distribution System = Eine Plattform zur Verbreitung von Produkten. Amazon ist ein Distribution System so wie auch der App Store von Apple.

Alle Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Entscheidend ist, dass man ein System aufbaut und nicht sein Leben lang Zeit gegen Geld tauscht – und am Ende des Lebens ohne System da steht. Ohne Goldesel.

Was alle Systeme gemeinsam haben: Sie entkoppeln die Zeit vom Geld. Denn es zählen nicht mehr die Stunden, die du im Büro verbringst, sondern die Ergebnisse, die du deinen Kunden lieferst. Nur so kann man schnell reich werden und das Leben genießen solange man noch Haare auf dem Kopf hat.

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  • Is the financial plan of mediocrity -- a dream-stealing, soul-sucking dogma known as "The Slowlane" your plan for creating wealth? You know how it goes; it sounds a lil something like this: "Go to school, get a good job, save 10% of your paycheck, buy a used car, cancel the movie channels, quit drinking expensive Starbucks mocha lattes, save and penny-pinch your life away, trust your life-savings to the stock market, and one day, when you are oh, say, 65 years old, you can retire rich." The main
  • M. J. Demarco
  • Herausgeber: Viperion Corporation
  • Auflage Nr. 0 (04.12.2011)
  • Taschenbuch: 322 Seiten

 

3) Fazit

Dies ist eins meiner Lieblingsbücher. Es gibt keine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Reichtum, dafür aber eine Menge Witz und Sarkasmus.

MJ DeMarco erzählt so gut, dass es hängen bleibt. Er berührt nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz, sodass man den Inhalt auch emotional versteht. Und nur wenn die Emotionen mitspielen, dann handelt man auch.

Es ist großartig geschrieben, sehr spannend und extrem unterhaltsam. Deshalb ist dieses Buch eines der motivierendsten Bücher, die du finden wirst.

Aber Vorsicht: Es könnte dich anstiften, deinen Job zu kündigen.

 

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