Kopf schlägt Kapital

Kopf schlägt Kapital

 1) Kurze Zusammenfassung

Der Autor des Buches Kopf schlägt Kapital, Günter Faltin, ist ein alter Hase in der deutschen Entrepreneurship-Landschaft. Bereits 1995 erkannte er, dass man zur Gründung eines Unternehmens nicht unbedingt über ein Patent oder viel Kapital verfügen muss, sondern vor allem die Idee und der erste Schritt zur Umsetzung entscheidend sind.

Viele der in einem kleinen Unternehmen anfallenden Aufgaben kann man dann outsourcen (ähnlich der „4-Stunden-Woche“). Als Universitäts-Professor hatte der diese Logik in der Theorie durchdrungen, aber er wollte mehr. Er wollte seinen Studenten und sich selbst beweisen, dass sie in der Praxis umsetzbar ist. Auch damals schon, ohne schnelles Internet und virtuelle Assistenten in Indien. Getan hat er das anhand der „Teekampagne“, die zu einem riesigen Erfolg wurde.

​​Kopf schlägt Kapital Buchcover

 

 

2) Interessante Denkanstöße aus „Kopf schlägt Kapital“

 

Die Teekampagne

Bei vielen Reisen im Ausland fiel ihm auf, dass guter loser Tee in Deutschland unverhältnismäßig teurer war als in anderen Ländern. Er begann zu recherchieren und entdeckte, dass nicht der eigentliche Tee teurer war, sondern die vielen Stufen des Zwischenhandels und die handelsüblichen Kleinpackungen. Im Durchschnitt waren 4 Parteien am Verkauf einer Kleinpackung Tee beteiligt: der Einzelhändler, der Großhändler, der Importeur in Deutschland und der Exporteur im Anbauland.

Er fragte sich: Warum kann man nicht einfach den Zwischenhandel ausschalten und direkt vom Exporteur große Mengen abnehmen? Warum nicht sogar einfach nur eine einzige Sorte? Gesagt, getan! Er entschied sich für den Premium-Tee „Darjeeling“, der direkt am Fuß des Himalaya angebaut wird. Nach langer Recherche fand er einen Exporteur und bestellte mehrere Tonnen.

Jetzt gab es nur ein Problem – er hatte ein Zahlungsziel von 60 Tagen und noch keine einzige Packung Tee verkauft. Daher kam ihm der Gedanke zur „Kampagne“. Er wollte möglichst viel des frischen Tees in kurzer Zeit verkaufen und die Kunden davon überzeugen sich jetzt ihren erntefrischen Jahresvorrat in Großpackungen zu besorgen.

Aufgrund der sehr guten Qualität und gleichzeitig niedrigen Preises verkaufte sich der Tee innerhalb weniger Wochen und heute ist die Teekampagne immer noch einer der größten deutschen Teeimporteure.

 

Die Person steht im Mittelpunkt

Wenn Günter Faltin gefragt wird welche Methode am besten zur Persönlichkeitsentwickung geeignet ist, hat er eine klare Antwort: Entrepreneurship. Er hat hunderte seiner Studenten beobachtet, die ein Unternehmen gegründet haben und konnte feststellen, dass der Großteil fokussierter, optimistischer, lernfähiger und kommunikationsfreudiger wurde als vor der Gründung.

Auch wenn heutzutage Menschen immer mehr durch Maschinen ersetzt werden, gibt es bislang noch keinen Computer, der eigenständig beschlossen hat ein Unternehmen zu gründen und Menschen von seiner Idee zu überzeugen. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren bei einer erfolgreichen Gründung sind also immer noch der Gründer, seine Idee und sein Durchhaltevermögen.

 

3) Fazit

Wenn du mit dem Gedanken spielst dich irgendwann einmal selbständig zu machen, ob nebenher oder Vollzeit, ist das Buch ein sehr guter Einstieg. Auch wenn die im Buch erwähnten Beispiele schon etwas älter sind, ist das dahinterstehende Prinzip aktueller denn je. Es bedarf heutzutage nicht viel Kapital, sondern vor allem einer guten Idee um ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen.

Viel Spaß beim Lesen
Dennis

Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen Von der Lust, ein...
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Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen Von der Lust, ein...
  • Günter Faltin
  • Herausgeber: dtv Verlagsgesellschaft
  • Taschenbuch: 288 Seiten

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