Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Dieses Sprichwort hat sich der Psychiater und Autor Jorge Bucay im Buch „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ zu Herzen genommen und seine theoretischen Erklärungen in interessante Geschichten verpackt. Er selbst sagt darüber:

„Eine Fabel, ein Märchen oder eine Anekdote“ bekräftigte Jorge, „kann man sich hundertmal besser merken als tausend theoretischer Erklärungen, psychoanalytische Interpretationen oder formale Lösungsvorschläge.“

Ich habe dir heute zwei Geschichten zum Reinschnuppern mitgebracht!

Lass dich inspirieren

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte - Buchcover

1) Kurze Summary

Der Autor Jorge Bucay ist Psychiater in Buenos Aires und hat schon früher seinen Patienten viele Geschichten aus der Weltliteratur erzählt. Die besten davon hat er in seinem Buch „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ zusammengefasst und in den letzten Jahren erfolgreich verkauft. Ja, sogar so erfolgreich verkauft, dass er bei Amazon 524 Rezensionen hat und auf seiner Website steht, dass er aktuell keine Kunden mehr annimmt, weil er sich voll auf seine Bücher konzentrieren möchte.Bucay - Mitteilung auf seine Praxis-Website

Im vorliegenden Lebenshilfe-Ratgeber geht es um ihn selbst (er nennt sich im Buch „Der Dicke“) und um seinen Patienten Demian. Demian ist ein junger Mann aus Buenos Aires, der in einer tiefen Lebenskrise steckt und deshalb einen Psychiater aufsucht.

Die beiden treffen sich einmal wöchentlich und auf jede Frage von Demian hat „der Dicke“ eine passende Geschichte parat. Er bedient sich dabei Sagen der klassischen Antike, Sufi-Gleichnissen, Märchen aus aller Welt sowie Zen-Weisheiten aus Japan und China.

Wenn er in der Weltliteratur nichts findet, denkt er sich selbst etwas aus.

Jede Geschichte ist dabei nicht länger als 5 Seiten und regt zum Nachdenken an. Es ist also kein Buch, das du am Stück liest, sondern das dich über einen längeren Zeitraum begleiten sollte.

Das Buch startet dabei mit der Geschichte des angeketteten Elefanten, die direkt auflöst, was es mit dem Bild auf dem Buchcover auf sich hat. Ich habe sie dir als Denkanstoß mitgebracht:

 

 

2) Interessante Denkanstöße

Ein paar ausgewählte Geschichten des Buches hat Kristof Dreier vorgelesen und die Aufnahmen auf youtube hochgeladen. Es handelt sich dabei nicht um das Original-Hörbuch, aber ich finde es eine gute Möglichkeit, einen Einblick in das Buch zu bekommen. Aus diesem Grund habe ich dir die kurze Geschichte hier als Audio-Version mitgebracht:

 

 

Der Esel gewinnt den Gesangswettbewerb

Eine zweite Fabel aus dem Buch, die ich sehr bereichernd fand, habe ich dir im Folgenden zusammengefasst.

Ein Uhu war längere Zeit in der Zivilisation und kommt zurück in seinen Wald. Die anderen Tiere begrüßen ihn aufgeregt und fragen ihn nach seinen spannendsten Erlebnissen bei den Menschen.

Er berichtet von Wettbewerben, die die Menschen zu allen möglichen Themen veranstalten und die ihn sehr beeindruckt haben. Also beschließen die Tiere einen Gesangswettbewerb zu veranstalten. Wie bei den Menschen, wollen sie den Sieger in geheimer Wahl wählen, damit niemand beeinflusst wird.

Alle singen nacheinander vor. Manche Tiere mit engelsgleicher Stimme und andere, wie der Esel, als wollten sie alle anderen Tiere verscheuchen um zu gewinnen.

Schließlich waren alle Tiere an der Reihe und die Abstimmung steht an. Die Stimmen werden ausgezählt und jeweils laut vorgelesen. Die erste Stimme geht auf den Esel.

Die zweite Stimme geht auch auf den Esel. Die dritte auch und auch alle weiteren Stimmen kann der Esel für sich beanspruchen.

Am Ende gewinnt eindeutig der Esel, obwohl er objektiv betrachtet am schlechtesten von allen gesungen hat. Warum nur?

„Ganz einfach“, erklärt der Dicke, „jeder wollte selbst gewinnen und hat deshalb seine Stimme dem am wenigsten talentiertesten Sänger zugesprochen.“ Von diesem ging vermeintlich keine Gefahr aus.

Nur zwei Stimmen gingen nicht an den Esel: Seine eigene. Er hat aufrichtig für die Lärche gestimmt! Und die des Menschen. Er hat für sich selbst gestimmt.

 

3) Fazit

Ich habe es als Hörbuch gehört und fand die kurzen Geschichten wirklich sehr inspirierend. Wie schon oben beschrieben, hat sich Bucay davon nur wenige selbst ausgedacht und alle anderen einfach zusammengetragen. Das mindert aber nicht die Qualität der Geschichten und ihrer Aussagen.

Wenn dir das „Café am Rande der Welt“ gefallen hat, wird dir dieses Buch sicherlich auch Freude bereiten.

Außerdem ist es ein sehr schönes Cover und ein tolles Geschenk, um andere Menschen zu inspirieren.

Ich kann es definitiv empfehlen und wünsche dir ganz viel Spaß beim Geschichten lesen!

 

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte (Fischer Taschenbibliothek)
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Komm, ich erzähl dir eine Geschichte (Fischer Taschenbibliothek)
  • Jorge Bucay
  • Herausgeber: FISCHER Taschenbuch
  • Auflage Nr. 22 (01.12.2008)
  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

 

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