Machen!

Das Buch „Machen!“ ist für alle, die einen Traum haben. Damit dein Traum Wirklichkeit wird, fehlt meistens nur eins: das Machen. Und genau darum geht es im Buch: Machen! Das Startup-Buch der mymuesli-Gründer.

Die drei Gründer erzählen ihre Geschichte von der ersten Website am 30.4.2007 bis zum heutigen Tag mit 800 Angestellten und 50 eigenen Läden in sechs Ländern.

Du lernst in diesem Artikel, was die wichtigste Zutat beim Müsli und beim Machen im Allgemeinen ist. Außerdem erfährst du, mit Hilfe welcher Tools sich mymuesli Ziele setzt, sie herunterbricht und richtig misst.

Lass dich inspirieren!​

Machen! Buch Cover

1) Kurze Summary

Das Buch „Machen!“ beginnt mit einem Vorwort von Günter Faltin. Du kennst vermutlich sein Buch „Kopf schlägt Kapital“. Dieses Buch und seine Herangehensweise haben die drei Gründer von mymuesli inspiriert und motiviert.
Genauso wie Faltin mit seiner Teekampagne einen bereits bestehenden Markt aufgemischt hat, indem er gängige Praktiken und Absatzwege hinterfragt hat, so haben die mymuesli-Gründer den Müsli-Markt revolutioniert.

„Machen!“ beginnt bereits einige Zeit vor der Idee und der Gründung ihres Müsli-Startups. Sie waren drei Studenten in Passau, die unbedingt etwas gründen wollten. Hubertus und Philipp hatten bereits eine 24h-Videothek eröffnet und verliehen DVDs über einen Automaten in Passau.

Etwas später stieß dann Max zu ihnen und sie spielten im Kopf diverse Gründungsideen durch. Bis sie eines Tages auf dem Weg zum Badesee die Seitenbacher-Werbung im Radio hörten und danach direkt zur Marktrecherche im Supermarkt vorbeifuhren. Dabei stellten sie fest, dass die Auswahl und die Individualität der verschiedenen Müslis sehr überschaubar waren.

Vor allem aber gab es keinerlei Möglichkeiten für den Kunden sich sein Müsli selber zu mixen. Und online gab es das ganze 2007 schon gleich gar nicht.

Also fassten sie einen Plan: Müsli online selber mixen und sich nach Hause schicken lassen.

Die drei erzählen in den folgenden Kapiteln ihre komplette Geschichte mit allen Höhen und Tiefen. Auch hier teilen sie sich brüderlich die Arbeit und so hat jeder von ihnen 3-4 Kapitel zum Buch beigesteuert.
Außerdem betonen sie immer wieder, wie wichtig ihnen ihre Mitarbeiter sind. Aus diesem Grund haben auch zahlreiche Mitarbeiter kurze Statements formuliert, die im Buch abgedruckt sind. Eine sehr nette und auflockernde Idee, wie ich finde.

Da das Buch „Machen!“ aber speziell an Gründer und Macher gerichtet ist, enthält es am Ende jedes Kapitels weiteführende Literaturempfehlungen und jede Menge Tipps für Videos und TED-Talks.

Es ist ein wunderbar sympathisches, praxisnahes und einfach zu lesendes Buch! Vor allem ihre persönlichen Erfahrungen und Fehler waren für mich sehr spannend, weshalb ich dir in den folgenden Denkanstößen drei ihrer Geschichten mitgebracht habe.

2) Interessante Denkanstöße

Letzte Zutat: viel Liebe

Lange Zeit stand auf jeder Zutatenliste auf der Rückseite der mymuesli-Dosen als letzte Zutat „viel Liebe“. Leider wurde es später abgemahnt, weil es nicht in ein amtliches Zutatenverzeichnis gehöre. Traurige Bürokratie!

Aber wie kam es zu dieser Idee? Wie so vieles, ist es keine ausgefeilte Marketingidee gewesen, sondern durch einen Fehler in der Programmierung entstanden.

Hubertus, der für die technische Entwicklung zuständig war, programmierte ein gesetzeskonformes Zutatenverzeichnis mit absteigender Reihenfolge der gewichtsmäßigen Zutatenanteile. Dabei wurde durch die Software nach jeder Zutat immer ein Komma ergänzt. So auch nach der letzten Zutat, was aber nicht besonders schön aussah.

Also codete er kurzerhand die beiden Worte „viel Liebe“ fest ans Ende jedes Zutatenverzeichnisses.

OKR

OKR steht für Objectives und Key Results. Es ist ein Führungs-, Ziel und Organisationsmodell und beantwortet die wichtigste Frage der meisten Unternehmen: „Was haben wir konkret in den nächsten drei Monaten vor?“

Es geht zurück auf den Intel-Mitgründer Andy Grove und wurde in den letzten Jahren vor allem durch google verwendet und populär gemacht. Wenn du etwas Zeit hast, kann ich dir das folgende Video hierzu sehr empfehlen:

Zusammengefasst geht es darum, dass man pro Abteilung und Mitarbeiter pro Quartal fünf Ziele (Objectives) und dazu jeweils vier Meilensteine (Key Results) definiert. Diese sollten natürlich von den Unternehmenszielen ausgehend heruntergebrochen werden.

Ich selbst verwende diese Planung noch nicht, finde sie aber extrem spannend und werde mir auch das Buch „OKR“ in den nächsten Wochen genauer anschauen.

OKR: Objectives & Key Results: Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und...
7 Bewertungen
OKR: Objectives & Key Results: Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und...
  • John Doerr
  • Herausgeber: Vahlen
  • Auflage Nr. 1 (20.08.2018)
  • Taschenbuch: 254 Seiten

Die Dose

Heute ist die Dose als Verpackung fester Markenbestandteil von mymuesli. Aber wie kamen sie auf diese geniale Idee Müsli in Dosen zu füllen, wo es doch bisher immer nur in eher langweiligen Beuteln verkauft wurde.

Die Antwort ist mal wieder: durch Zufall und unternehmerisches Denken!

Bevor sie die ersten Müslis produzierten, besuchen sie eine Messe für Verpackungsmaterialien. Sie sprachen mit allen Herstellern von Tüten und Beuteln und mussten immer wieder hören, dass die Mindestabnahme bei 10.000 Boxen lag. Damals rechneten sie sich aus, dass sie damit 2-3 Jahre Material hätten. Das sollte sich zwar später als Irrglaube erweisen, aber das konnten sie ja vorher nicht wissen.

Als sie schon fast entmutigt nach Hause gehen wollten, sahen sie einen Verpackungsstand für Tierfutter und Salz. In Dosen.

Der kleine Familienbetrieb hörte sich ihre Geschichte an fand die Idee witzig. Er ließ sich auf eine kleine Stückzahl von 3.000 Dosen ein und musste herzhaft lachen, als sie ihm erzählten, dass sie alle von Hand befüllen wollten.

Aber genau so war es und heute ist mymuesli einer seiner größten Kunden.

Sie experimentierten natürlich noch länger mit der optimalen Dosengröße und dem perfekten Gewicht für den Versand herum, aber letztendlich war das der Startschuss für die heute bekannte Dose, die eine klare Differenzierung zu anderen Müslis darstellt!

3) Fazit

Das Buch „Machen!“ enthält eine schöne Geschichte gespickt mit jeder Menge praktischer Tipps und Learnings!
Die dreien gehen wirklich beeindruckend offen mit ihren Fehlern um. Egal ob es um Produkte, Mitarbeiterführung oder die spätere Internationalisierung geht. Sie haben fast jeden Fehler schon einmal selbst gemacht, auch wenn ihre Business Angels, die zwischenzeitlich investiert waren, sie vor Schlimmerem bewahrt haben.

Sie sprechen dabei immer von ihrer mymuesli-Familie und das kann ich nur bestätigen. In meiner Berliner Start-up-Zeit habe ich 2012 einen sehr schönen Kochabend mit Hubertus und einigen Leuten aus seinem Berliner Team verbracht und konnte ihren Zusammenhalt und Spaß bei der Arbeit förmlich spüren.
Das Buch „Machen!“ ist kein weiteres Buch, das dir in der Theorie erklärt, wie es funktionieren sollte, sondern den dreien geht es wirklich ums Machen!

Falls du also Lust hast endlich vom Lesen ins Handeln zu kommen, sollte das dein vorerst letztes Buch sein und du solltest noch während der Lektüre mit dem MACHEN beginnen!

Viel Spaß beim Lesen!

Das Startup-Buch der mymuesli-Gründer
37 Bewertungen
Das Startup-Buch der mymuesli-Gründer
  • Hubertus Bessau, Philipp Kraiss, Max Wittrock
  • Herausgeber: Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH
  • Auflage Nr. 1 (30.04.2017)
  • Taschenbuch: 224 Seiten

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